3 Säulen System Schweiz einfach erklärt

Hier erfahren Sie alles zur Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenvorsorge in der Schweiz.

Das 3 Säulen System ist seit 1972 in der Bundesverfassung verankert. Es besteht aus staatlicher, beruflicher und privater Vorsorge. Alle drei Säulen richtig miteinander kombiniert sollen dafür sorgen, dass in folgenden Fällen die Lebensqualität der Bürger gewährleistet bleibt:

  • Im Alter nach der Pensionierung mit 65/ 64 Jahren
  • Im Falle einer Invalidität durch Unfall oder Krankheit
  • Bei Todesfall für die Hinterbliebenen (Kinder und Ehegatte/ Lebenspartner)

 

Warum ist private Vorsorge – die 3. Säule – wichtig?

Wer sich nur auf die ersten beiden Säulen verlässt, hat in der Regel folgende Versorgungslücken:

  • Im Alter ab 64 resp. 65 Jahren: AHV und Pensionskasse zusammen bezahlen nur ungefähr 40-70% Ihres letzten Lohnes.
  • Bei Invalidität: In der Regel bezahlen die obligatorischen Säulen bei Krankheit langfristig ca. 60% des letzten Lohnes.
  • Im Todesfall: Sofern Sie Kinder, Lebenspartner, eine Hypothek oder ein Unternehmen haben sollte auch die Hinterlassenenvorsorge überprüft werden. Denn auch da decken die ersten zwei Säulen meist nicht genügend ab.

Im 3 Säulen Prinzip sind die ersten zwei Säulen obligatorisch. Die 3. Säule ist freiwillig, wird aber vom Staat durch Steuervorteile gefördert.

 

Weshalb wird oft die falsche 3. Säule abgeschlossen?

Allzu oft wird eine 3. Säule abgeschlossen, ohne sich allzu viele Gedanken zu machen. Meist durch Werbung bei der Hausbank, oder auf Empfehlung des Versicherungsvertreters. Fast immer ist durch dieses Vorgehen entweder der Betrag, die Art der Vorsorge oder das Produkt das Falsche.

Bedenken Sie auch, dass über eine lange Spardauer der Zinseszins Effekt gewaltig ausfällt. 1% mehr Zins macht langfristig CHF 100’000.- beim Ablauf aus!

 

Diese 3 Schritte helfen Ihnen, die richtige Vorsorge zu finden

Sie können einen guten unabhängigen Finanzplaner engagieren, oder hier selbst mit unseren Algorithmen und Rechnern Ihre geeignete 3. Säule finden.

 

  1. Besteht überhaupt eine Vorsorgelücke?

    Als erstes sollten Sie wissen, ob überhaupt Vorsorgelücken bestehen. Und zwar im Alter, bei Invalidität und falls Sie für jemanden finanziell verantwortlich sind auch für den Todesfall.
    Eine gute Schätzung Ihrer Rentenlücke im Alter können Sie hier sofort selbst rechnen.
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  2. Welche 3. Säule passt am besten?

    Danach sollte geklärt werden, welche 3. Säule am besten zu Ihrer Situation passt.
    – 3a oder 3b Säule?
    – Bank oder Versicherung?
    – Festverzinst oder mit Wertschriften?
    Meist ist es die optimale Mischung, die eine Vorsorge perfekt macht. Hier können Sie diese selbst herausfinden:
    Welche 3. Säule passt zu mir?

  3. Konkretes Vorsorge-Produkt auswählen?

    Als letztes sollte das richtige Produkt ausgewählt werden. Vergleichen Sie unbedingt mehrere Gesellschaften und überprüfen Sie auch Details wie:
    Flexibilität, Kosten, durchschnittliche Rendite und Sicherheiten.
    Leider gibt es momentan noch keinen einzigen verlässlichen Produktevergleich im Internet. Die verschiedenen Tarife sind zu unterschiedlich und zu komplex. Zudem gibt es Gesellschaften, die mit speziellen Internettarifen die Vergleichsrechner ausmanövrieren können.
    Hier empfehlen wir Ihnen, nachdem Sie nun wissen was Sie genau benötigen, selbst mehrere Vorsorge-Produkte anzuschauen und danach zu entscheiden. Wenn Sie möchten, beraten wir Sie gerne unabhängig, erstellen mehrere geeignete Offerten und erörtern diese mit Ihnen. Die ersten 90 Minuten Beratung sind kostenlos.
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Probleme in der Altersvorsorge Schweiz

Trotz im internationalen Vergleich vorteilhaftem 3 Säulen System gibt es auch in der Schweiz die bekannten Probleme mit der Altersvorsorge. In den letzten 20 Jahren wurden die Leistungen der ersten zwei Säulen bereits deutlich reduziert.

  • Höhere Lebenserwartung: Durch die massive Steigerung der durchschnittlichen Lebenserwartung müssen Vorsorgewerke deutlich länger Renten auszahlen. Dies setzt vor allem 1. und 2. Säule massiv unter Druck
  • Negativzinsen: Der Zinseszins sorgt bei hohen Zinsen für gute Ablaufleistungen bei Pensionierung. Bis 2002 belief sich der Mindestzinssatz in der 2. Säule auf 4%. In den letzten Jahren wurden um die 1% Zins realistisch.
  • Geburtenrückgang: Weniger Geburten heisst weniger Beitragszahler kommen auf mehr Rentner.

Aufgrund dieser Entwicklung ist zu erwarten, dass sich die Leistungen aus AHV und Pensionskasse weiter reduzieren werden. Umso wichtiger ist die Eigenverantwortung, sprich für sich selbst Kapital anzusparen in einer dritten Säule.

Die Problematik der Altersvorsorge mit dem 3 Säulensystem ist in diesem Video von Prof. Dr. W. Heri einfach und klar erklärt:

Häufige Fragen zum 3 Säulen System Schweiz

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