Inhalt Teil 2: Unternehmen sind oft ähnlich wie Diktaturen organisiert

→ Lösungsansatz: Machtstrukturen aufbrechen, Macht verteilen

 
«Was haben die da oben wieder studiert mit diesem katastrophalen Entscheid? »
Aussagen wie diese sind in den Cafeterien der Grossbetriebe an der Tagesordnung.  In den meisten Unternehmen ist die Macht ganz oben konzentriert. Der Verwaltungsrat bestimmt in der Regel, wer in die C-Ebene (CEO, CFO …) kommt. Und diese wiederum bestimmen die Top Manager. Die Strategie des Unternehmens wird meist ganz oben festgelegt, ohne operativ tätige Mitarbeiter mit einzubeziehen. Mitarbeiter haben wenig bis keine Einflussmöglichkeiten, von wem sie geführt werden und in welche Richtung ihr Unternehmen steuern soll. Eine Demokratisierung wie wir sie in Staat und Politik erlebt hatten hat bei den meisten Firmen (noch) nicht stattgefunden.

Dass Unternehmen in der Regel stark hierarchisch organisiert sind, geht unter anderem auf die «Erfindung» des Scientific Management von Frederick Taylor (1856-1915) zurück. Denken und handeln sollen getrennt werden. Führungskräfte denken, Mitarbeiter handeln. Und: Eine starke Spezialisierung bringt Effizienzgewinne. An seinem «System» ist nichts Grundsätzliches auszusetzen, denn es hat lange funktioniert und uns allen zu mehr Wohlstand verholfen.

Auch heute kann ein hierarchisch aufgebautes Unternehmen absolut wunderbar funktionieren. Aber nur in stabilen Umwelten und immer zum Preis von eintönigeren Jobs. (Vieweg, 2015)

Stabile Märkte sind jedoch in einer globalisierten Gesellschaft mit zunehmend digitalisierten Prozessen selten geworden! Und in einer sich wandelnden Welt sind hierarchische Strukturen nun mal zu langsam, zu unflexibel und nutzen zu wenig die Intelligenz und das Wissen aller Mitarbeiter, um sich ständig an neue Gegebenheiten anzupassen. Hierarchische Systeme implizieren langfristige Planbarkeit und Kontrolle. Langfristige Planung und Kontrollsysteme jedoch werden in einer instabilen und komplexen Welt immer schwieriger und unsinniger.

Dazu kommen die veränderten Bedürfnisse der Generation Y. Die meisten wollen heute nicht nur einen gut bezahlten Job mit Karrierechancen, sondern sie möchten dabei auch noch Spass haben, sich weiterentwickeln dürfen und irgendwo den Sinn hinter einer Tätigkeit sehen. In stark hierarchischen Systemen ist es jedoch nur sehr wenigen Menschen vergönnt, den Beruf als Berufung zu erleben, wenn auch es der einen oder anderen Führungskraft «gelingt», die Unternehmensziele so stark zu internalisieren, dass sie diese bald als ihre Lebensziele wahrnimmt. Hierarchische Unternehmen stossen also aus unterschiedlichen Gründen zunehmend an ihre Grenzen.
 

Lösungsansatz bei FINA um keine “Diktatur” zu werden

  • Die Geschäftsleitung wird jährlich demokratisch gewählt
  • Führungskräfte werden jährlich von ihren Mitarbeitern beurteilt
  • Führungskräfte sind immer auch Partner, denen ein Teil des Unternehmens gehört
  • Transparenz: Bei Geschäftsleitungssitzungen darf freiwillig immer auch ein Mitarbeiter egal welchen Bereichs und welcher Stufe teilnehmen
  • Partizipation: Mitarbeiter bestimmen bei grossen Entscheiden demokratisch mit

Auch wenn Demokratie oft genug kritisiert wird: Bei Staaten ist es offensichtlich, dass dies das bisher erfolgreichste Herrschaftssystem der Geschichte darstellt. Einerseits bezüglich des ökonomischen Erfolges, anderseits belegt eine der wichtigsten Studien der Glücksforschung auch: Demokratie macht tatsächlich glücklich! (Stutzer & Frey, 2001)

 
Teil 3: Schluss mit Abzockergehältern
 

Quellenangaben:

Vieweg, W. (2015). Managment in Komplexität und Unsicherheit. Deutschland: Springer.

Stutzer, A., & Frey, B. S. (25. December 2001). Happiness, Economy and Instituitons. The Economic Journal, S. 918-938

Kapitel

  • Einleitung

    • 85% lieben ihren Job nicht!
    • Was läuft hier falsch?
  • Teil 1

    • Die doppelte Enteignung der Arbeit führt zu Identifikationsverlust.
    • Arbeit und Eigentum wieder koppeln.
  • Teil 2

    Unternehmen sind oft wie Diktaturen.

    → Machtstrukturen aufbrechen, Macht verteilen.

  • Teil 3

    • Weshalb entstehen Abzockergehälter?
    • Faire Lohnpolitik und ein Ende des Tauziehens.

     

  • Teil 4

    • Habe ich überhaupt was zu sagen?
    • Partizipation ohne psychologische Überforderung.
  • Teil 5

    • Misstrauenskultur führt zu Bürokratie, Unbeweglichkeit und Demotivation.
    • Eine Vertrauenskultur aufbauen
  • Gesamtfazit

    Sinnvolle Arbeit Zusammenfassung

  • Ganzheitliche Beratung

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  • Steuererklärung

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  • Wohnen

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  • Schutz

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