Im folgenden Artikel möchte ich Ihnen aufzeigen, was Sie tun können, um jährlich wertvolle Prämien bei der Krankenkasse zu sparen, damit Sie mehr Geld für Ihre anderen Bedürfnisse und Wünsche haben.
Zu Beginn eine Übersicht der Gebiete, welche die Prämien beeinflussen und auf welche ich im Artikel näher eingehen werde:

  • Gesellschaften Prämienvergleich
  • Die richtige Franchise berechnen
  • Das passende Krankenkassenmodell auswählen
  • Zusatzversicherungen

Ein wichtiger Hinweis in Bezug auf die Grundversicherung: Diese kann jedes Jahr gekündigt werden, muss jedoch spätestens einen Monat vor Ablauf des Vertrages beim Versicherer eintreffen.

 

Gesellschaften Prämienvergleich:

Viele Personen sind seit eh und je bei der gleichen Krankenkassengesellschaft versichert und haben diese eventuell sogar von den Eltern übernommen, ohne sich einmal die Mühe zu machen diese zu vergleichen oder zu wechseln.
Die Leistungen der verschiedenen Gesellschaften in der Grundversicherung sind gesetzlich vorgeschrieben und somit bei jeder Krankenkasse praktisch identisch. Obwohl die Leistungen gleich sind, gibt es grosse Unterschiede bei den Prämien.
Mit einem einfachen online Vergleich, zum Beispiel hier und anschliessendem Wechsel zur günstigeren Krankenkasse, können Sie Prämien in Höhe von mehreren hundert Franken jährlich einsparen, ohne auf Leistungen verzichten zu müssen.

 

Die richtige Franchise berechnen:
Die Franchise bestimmt den jährlichen Betrag, den Sie zu zahlen haben, bevor die Krankenkasse etwas übernimmt und Ihnen zurückvergütet. Die Auswahl der richtigen Franchise hat grossen Einfluss auf die Prämie und kann Ihnen erneut einige hundert Franken Einsparung erbringen.
Bei erwachsenen Personen ab 18 Jahren gibt es folgende Auswahlmöglichkeiten der Franchise (nicht jede Gesellschaft bietet alle Franchisen an):
300 / 500 / 1000 / 1500 / 2000 / 2500
Bei Kindern bis zum 18. Lebensjahr:
0 / 100 / 200 / 300 / 400 / 500 / 600
Welches ist nun die optimale Franchise für Sie?
Tatsächlich ist es unmöglich im Voraus genau zu sagen, welche Franchise nun die grössten Einsparungen im folgenden Jahr erbringen wird. Mit den nachfolgenden Tipps können Sie jedoch mit dem jetzigen Wissen eine für Sie passende Franchise auswählen.

Wir empfehlen mit Ausnahme von einigen Fällen, die Franchise bei Erwachsenen Personen ab dem 18. Altersjahr auf 300 oder 2500 zu setzen. Und das aus dem Grund, weil die Franchisen zwischendrin keine grossen Prämienunterschiede bieten und somit auch nur kleinere Einsparungen erbringen können. Hier können Sie unseren einfachen Franchisenrechner (Excel) herunterladen, mit dem Sie herausfinden können, ob nun eine Franchise von 2500.- oder von 300.- gewählt werden sollte.

1. Franchiserechner (Excel) herunterladen und Webseite aufrufen
2. Alle geforderten Angaben auf Priminfo eingeben und aktuelles Modell auswählen (Diesen Vorgang einmal mit der Franchise 300 und einmal mit 2500 durchführen)
3. Auf der Liste das eigene Modell (gelb angestrichen) suchen und die Monatsprämie in das entsprechende Feld vom Franchisenrechner eingeben
4. Wenn Sie die Monatsprämie vom aktuellen Modell herausgefunden und im Franchisenrechner eingegeben haben, sehen Sie nun diverse Angaben. Relevant für die Franchisenwahl ist das Feld «Break-even Arztkosten». Wenn Ihre persönlichen Heilungskosten im Durchschnitt über diesem Betrag sind respektive im nächsten Jahr mehr Kosten als dieser Betrag erwartet werden, wechseln Sie die Franchise bei Ihrer Krankenkasse auf 300.-. Ansonsten sparen Sie mehr, wenn die Franchise auf 2500.- gesetzt wird.
Bei Kindern bis zum 16. Lebensjahr empfehlen wir normalerweise die Standardfranchise von 0.- zu behalten. Die Preisunterschiede der verschiedenen Franchisen sind hier sehr gering. In Anbetracht der regelmässigen Arztkontrollen von Kindern lohnt sich der Franchisenwechsel abgesehen von wenigen Ausnahmen oftmals nicht.
Bei gesunden Kindern ab 16 Jahren kann es sich eventuell lohnen, wenn man die Franchise auf 300.- erhöht.
Wenn Ihnen dies als zu aufwendig erscheint und Sie lieber professionell beraten werden möchten, dann finden Sie am Ende dieses Artikels einen Link zu unseren Beratern.

Das passende Krankenkassenmodell wählen
Vielleicht haben Sie sich auch schon Gedanken über das passende Modell für Sie gemacht. Die meisten Menschen in der Schweiz und wahrscheinlich auch Sie haben das Hausarztmodell. Welche weiteren Modelle es gibt und welchen Einfluss diese auf die Prämie haben können, erkläre ich Ihnen nachfolgend (Je nach Gesellschaft gibt es noch weitere spezifische Modelle):
– Standard
Das Standard Modell ist das teuerste Modell von allen. Bei diesem Modell haben Sie eine freie Arztwahl zwischen Hausärzten, Spezialisten und Therapeuten in der ganzen Schweiz. Wir empfehlen dieses Modell wegen den höheren Prämien nur für Leute, bei denen zum Beispiel die Prämienhöhe keine Rolle spielt und die jeweils mehrere Meinungen von verschiedenen Ärzten einholen möchten.

– Hausarztmodell (Prämieneinsparung zwischen 5% und 15%)
Bei diesem Modell ist der Versicherte verpflichtet, im Krankheitsfall immer zuerst seinen ausgewählten Hausarzt zu besuchen (ausser in Notfällen). Der Hausarzt hat dann die Möglichkeit, nach der Begutachtung des Patienten, diesen selbst zu behandeln oder wenn nötig zu einem Spezialisten zu verweisen.

– Telemedizin (Prämieneinsparung bis zu 15% + Sparen von unnötigen Arztkonsultationen, falls die Fachperson einem bereits am Telefon helfen konnte)
Bei diesem Modell ist der Versicherte mit einigen Ausnahmen verpflichtet, im Krankheitsfall sich immer zuerst an eine medizinische Hotline zu wenden (24h/7 erreichbar). Die medizinischen Fachpersonen können einem am Telefon entweder direkt helfen oder direkt zum gewohnten Hausarzt, Spital oder sonstigen Spezialisten verweisen.

– Health Maintenance Organization (Gesundheitserhaltungsorganisation) (Prämieneinsparungen bis zu 13%)
Das HMO Modell ist ähnlich wie das Hausarzt Modell. Es besteht aus Ärztenetzwerken, welche sich in verschiedenen Gruppenpraxen zusammenschliessen. Im Krankheitsfall sind Sie verpflichtet, sich an einen bestimmten Arzt in der ausgewählten Gruppenpraxis zu wenden. Dieser kann Sie wenn es notwendig ist intern an einen Spezialisten oder wenn keiner vorhanden ist an einen externen Spezialisten verweisen.

Überlegen Sie sich, welches Modell am besten zu Ihnen passt.
Hier können Sie die Prämien der verschiedenen Modelle vergleichen:

Zusatzversicherungen:
Die Zusatzversicherungen ergänzen die Leistungen der Grundversicherung. Sie sind im Gegensatz zur Grundversicherung freiwillig. Die verschiedenen Gesellschaften haben freie Wahl, Privatpersonen aufzunehmen oder nicht. Deshalb ist es empfehlenswert, sich so früh wie möglich über Zusatzversicherungen zu informieren und sich abzusichern. Je nach vergangenen Unfällen oder Krankheiten steigt die Wahrscheinlichkeit, für die ganze Lebensdauer keine Zusatzversicherungen mehr abschliessen zu können, was ein grosses finanzielles Risiko bedeuten kann.

Unsere Empfehlung:
Lassen Sie sich im Bereich der Zusatzversicherungen von einem unabhängigen Profi beraten. Heutzutage gibt es unzählige verschiedene Zusatzversicherungen, die alles Mögliche abdecken oder eben nicht abdecken und dies zu sehr unterschiedlichen Preisen. Das macht es für Personen, die sich nicht täglich mit diesem Thema auseinandersetzen äusserst schwierig, das beste Preis-Leistungsverhältnis herauszusuchen. Zudem sollte man sich überhaupt erst mal klar werden, was man überhaupt abgedeckt haben möchte.

Sie dürfen sich gerne unter folgendem Link bei uns melden, um die Angelegenheiten unkompliziert mit einem unserer Berater zu besprechen.
Wir freuen uns, wenn wir Ihnen mit unseren Tipps weiterhelfen konnten und Sie dadurch Geld sparen können.

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